Flora des Mittelrheintals

Die Bilder anklicken zum Vergrößern. Bei starkem Netzwerkbetrieb kann es, bedingt durch die Größe der Bilddateien, zu Verzögerungen kommen. Bitte haben Sie dafür Verständnis.

  1. Biscutella laevigata
  2. Orobanche caryophyllacea
  3. Orobanche rapum-genistae
  4. Dictamnus albus
  5. Farne
  6. Lavendula officinalis
  7. Iberis intermedia ssp. boppardensis















Biscutella laevigata

Biscutella laevigata: Biscutella laevigata, die Brillenschote, besiedelt im Oberen Mittelrheintal die bezüglich Temperatur, Wasser- und Nährstoffangebot extremsten Standorte und kommt meist nur kleinflächig im Bereich südexponierter Felsspalten und -klüfte vor. Der Mittelrhein ist einer ihrer Verbreitungsschwerpunkte.














Orobanche caryophyllacea

Orobanche caryophyllacea: Orobanche caryophyllacea (Labkraut-Sommerwurz) schmarotzt auf verschiedenen Labkraut-Arten. Da sich die Art bei der Wirtspflanze mit Assimilaten versorgt, ist der oberirdische Sproß chlorophyllfrei. Orobanche caryophyllacea kommt zerstreut in verschiedenen xerothermen Offenlandgesellschaften des Mittelrheintals vor und gilt bundesweit als gefährdet.














Orobanche rapum-genistae

Orobanche rapum-genistae: Entsprechend ihres Wirtes, dem Besenginster, kommt die Schmarotzerpflanze Orobanche rapum-genistae (Ginster-Sommerwurz) vornehmlich auf den Ginsterheiden des Mittelrheintals vor. Da sich die Art bei der Wirtspflanze mit Assimilaten versorgt, ist der oberirdische Sproß chlorophyllfrei. Orobanche rapum-genistae gilt als bundesweit gefährdet und besitzt einen ihrer Verbreitungsschwerpunkte am Mittelrhein.














Dictamnus albus: Der weithin duftende Diptam (Dictamnus albus) besiedelt sonnig-warme, steile Schieferfelsen. Er gilt als charakteristische Art der thermophilen Saumgesellschaften, tritt im Mittelrheintal jedoch auch losgelöst von Gebüschgesellschaften im Bereich der Felsvorsprünge auf. Für die gemäß der Roten Liste bundesweit als gefährdet geltende Art stellt Mittelrhein einen bedeutenden Verbreitungsschwerpunkt dar.










Farne: verschiedene Farnarten, wie Ceterach officinarum (Schriftfarn), Asplenium trichomanes (Schwarzstieliger Strichfarn), Asplenium adiantum-nigrum (Schwarzer Strichfarn) und Asplenium septentrionale (Nördlicher Streifenfarn), sind charakteristische Arten der Felsspaltengesellschaften im Mittelrheintal. Sie besiedeln extrem trockene und sonnexponierte Fels- sowie Mauerstandorte. Insbesondere für die wärmeliebende, bundesweit gefährdete Art Ceterach officinarum (im Vordergrund) stellt der Mittelrhein einen bedeutenden Verbreitungsschwerpunkt dar.




Lavendula officinalis, Lavendel: gehört zur Familie der Lippenblütler, die generell ätherische Öle beinhalten und deshalb häufig über Jahrhunderte als Heil- und Gewürzpflanzen kultiviert wurden. Der Lavendel ist eigentlich im Mittelmeerraum beheimatet, kommt aber auch in Mitteleuropa dank seiner Kultivierung als Heil- und Duftpflanze zuweilen verwildert vor. Das fast mediterran geprägte Klima des Mittelrheins bietet äußerst günstige Wuchsbedingungen für solche wärmeliebenden, mediterranen Pflanzen, so daß der Anbau von Lavendel - aber auch anderen Heil- und Gewürzpflanzen - eine denkbare Nutzungsalternative für die Hänge des Mittelrheintals darstellen könnte.




Iberis boppardensis

Iberis intermedia ssp. boppardensis, Bopparder Schleifenblume: gehört zur Famlie der Kreuzblütler und besitzt ihr einziges Vorkommen auf steinschuttreichen Standorten bei Boppard. Diese Unterart der Mittleren Schleifenblume, Iberis intermedia, wurde 1827 von dem Botaniker Dr. Michael Bach erstmals beschrieben. Aufgrund ihrer ausschließlich auf den Bopparder Raum beschränkten Verbreitung kommt der Region eine besondere Verantwortung für den Schutz dieser Art zu.